Pionier Hans Pfeffer als ein Sieger des bundesweiten Ideenwettbewerbs „Modellbetriebe Bioökonomie“ geehrt

In der Kategorie „Gesamtbetriebliche Konzeption“ wurde der Biolandhof „Bannmühle“ (Nordpfälzer Bergland, Rheinland-Pfalz) mit zwei weiteren Siegern durch eine 12-köpfige, unabhängige und interdisziplinäre Jury ausgewählt.

Eigentlich sollte Hans Pfeffer im Rahmen des Fachkolloquiums am 13. und 14. Oktober 2022 in Fulda seine nachhaltigen Lösungen für die Wertschöpfung in Mittelgebirgen präsentieren. Die Apfelernte und Vermostung hielt ihn leider von einer Teilnahme ab. Das Jurymitglied Frank Wagener nahm den Preis und Geschenkkorb in Fulda in seine Obhut, um seine Laudatio kurzerhand auf der Bannmühle in der hofeigenen Mosterei zu halten:

Die Jury hob besonders hervor, dass

  • das Keyline Design in Deutschland weitestgehend unbekannt ist und nur Teile des Verfahrens es bisher in das öffentliche Bewusstsein geschafft haben.
  • die Bannmühle der erste Betrieb in Deutschland ist, bei dem das Keyline Design in diesem Maßstab und in detailreich verknüpften Maßnahmen in die Fläche gebracht wurde.
  • das Bewirtschaftungssystem eine innovative Verknüpfung von Agroforstkulturen mit Maßnahmen zur Speicherung /Rückhalt von Wasser ist (Höhenlinien angepasste Wasserverteilung und Speicherung durch Gräben, (Tiefen)Lockerung des Oberbodens in den Pflanzreihen, Himmelsteich usw.).
  • die Idee das landbauliche Potenzial v.a. zur Erhaltung von hoch biodiversen Grenzertragsstandorten in Zeiten des immer stärker sichtbaren Klimawandels zeigt: Denn Wasserextremereignisse wie Dürre und Starkregen beschleunigen die Aufgabe von Jahrhunderte alten, wichtigen Grünlandstandorten unserer Kulturlandschaften.
  • das adaptierte Landbausystem Leistungen zum Starkregenschutz durch Landbewirtschaftung für unterhalb liegende Ortschaften – wie hier Odernheim – erbringt, die für interdisziplinäre Hochwasserschutzkonzepte von herausragender Bedeutung sind.
  • der Pioniergeist von Hans Pfeffer die Entwicklung und Sichtbarkeit dieses gesamtgesellschaftlich außerordentlich wichtigen Lösungsweges zur Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaften befördert.

Gut gelaunt überreichte Frank Wagener dann Urkunde, Schild und Geschenkkorb an Hans Pfeffer.

Infos zum Wettbewerb unter: https://www.ibm.dvl.org/siegerideen/gesamtbetriebliche-konzeption#c4903

Siegerplatz beim “Ideenwettbewerb – Modellbetriebe Bioökonomie in Mittelgebirgen“

Hans Pfeffer hat mit seinem Betrieb Bannmühle beim Ideenwettbewerb – Modellbetriebe Bioökonomie in Mittelgebirgen einen Siegerplatz in der Kategorie Gesamtbetriebliche Konzeption erlangt. Die Jury überzeugte vor allem die Vielseitigkeit des Keyline-Konzepts mit seinen Leistungen für den Wasserrückhalt und die Biodiversität. Das Detailkonzept für unsere Projektfläche am Nordhang des Hellersbergs ist nun auch in der Fertigstellung, sodass weitere Elemente wie Gräben/Mulden und Biotopteiche in 2022 eingebaut werden können.

Weitere Infos zum Preis finden Sie hier: DVL Ideenwettbewerb Bioökonomie in Mittelgebirgen

EvA als Beispiel für integrierte Landnutzungskonzepte auf dem DAAD-Symposium “Grüne Wirtschaft, Klima- und Biodiversitätsschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für einen gesunden Wohlstand”

Vom 3. bis 7. Oktober 2021 fand auf Sardinien das DAAD-Symposium “Grüne Wirtschaft, Klima- und Biodiversitätsschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für einen gesunden Wohlstand – Eine inter- und transdisziplinäre Dialogplattform auf der italienischen Insel Sardinien” statt. Das Symposium wurde von der Universität „Degli Studi di Sassari“, der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg organisiert, um eine langfristige Dialogplattform zwischen Deutschland und Sardinien zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung zu schaffen und zu erörtern, wie Green Economy zur nachhaltigen Entwicklung, zum Schutz der Biodiversität und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze auf Sardinien beitragen kann.

Zaira Ambu, Projektmanagerin der Abteilung für Biomasse und Kulturlandschaftsentwicklung des IfaS, wurde eingeladen, als Referentin an dieser Veranstaltung teilzunehmen und einen Vortrag zum Thema “Ökologische und sozioökonomische Vorteile der Integration verschiedener Landnutzungsansätze: Beispiele aus der lokalen und internationalen Zusammenarbeit” zu halten, in dem sie konkrete Beispiele dafür lieferte, wie verschiedene Landnutzungssysteme wie Agroforstwirtschaft (AF) und gemischte Landwirtschaft (MF) eine Schlüsselrolle bei der ökologischen und sozioökonomischen Entwicklung im Einklang mit dem Modell der Grünen Wirtschaft spielen können. In der Präsentation ging Frau Ambu u. a. auf zwei IfaS-Projekte ein: das eip-agri-Projekt Munter mit dem Schwerpunkt “Entwicklung von Managementsystemen für Landwirte und Kommunen für mehr Umwelt- und Naturschutz” durch Optimierung von Agroforstsystemen und das DBU-Projekt EvA zur “Entwicklung innovativer Agroforstsysteme” unter Anwendung des Keyline-Designs.

Als Beispiel für die internationale Zusammenarbeit wurde das H2020-Projekt AGROMIX “AGROforestry and MIXed farming systems -Participatory research to drive the transition to a resilient and efficient land use in Europe” vorgestellt, an dem das IfaS als Partner beteiligt ist und einen der Pilotstandorte leitet. Das Projekt mit 83 Studien- und 12 Pilotstandorten ist ein großartiges Beispiel dafür, wie ein partizipativer Ansatz dazu führen kann, die Entwicklung von Synergien in der MF und AF freizusetzen, indem evidenzbasierte und praxisorientierte Ansätze integriert werden, die auch Landwirte und Schlüsselakteure in den Prozess einbeziehen, um die sozioökonomische Resilienz dieser Systeme zu erreichen.

Während des “Workshop 1: Biodiversität & Grüne Wirtschaft: Fokus auf Küsten- und ländliche Lebensräume”, der von Frau Zaira Ambu zusammen mit Prof. Dr. Wiltrud Terlau geleitet wurde, wurde eine tiefergehende Diskussion darüber geführt, wie das Modell der Grünen Wirtschaft in Sardinien angewandt werden kann, welches die Schlüsselakteure sind, die involviert werden sollten, und welches die erforderlichen Bedingungen sind, um diesen Übergang machbar und erfolgreich zu machen, auch unter Berücksichtigung der möglichen Schlüsselrolle des Systems der Mehrfachnutzung von Landflächen.

Tag der offenen Weide

Am Samstag fand bei bestem Wetter unser Tag der offenen Weide statt. Das Umweltministerium vertreten durch Frau Annalena Goll, die Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach, sowie zahlreiche Kunden und Nachbarn von Hans Pfeffer und PermaGlück besichtigten unser Pilotprojekt.  Auch eine Gruppe vom Hof Lebensberg bzw. Vertreter der OG MUNTER schauten vorbei. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Es gab Würstchen vom Glanrind oder Kuchen und dazu verschiedenste Apfelsäfte oder Cidre von den Bannmühl’schen Äpfeln.

Tag der offenen Weide am 19.06.2021

Am Samstag, den 19.06.2021, veranstaltet Hans Pfeffer von der Bannmühle in Odernheim am Glan aab 14:00Uhr einen „Tag der offenen Weide“, für alle Keyline- und agroforstlich Interessierten. Wir vom IfaS werden auch Vor-Ort sein und Fragen rund um unser Projekt beantworten. Außerdem führt das Start Up Organic Tools ihre Obstsammelgerät für Streuobstwiesen vor.

Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Anmeldungen bitte an buero@bannmuehle.de

Fortschritte beim Thema Wassermanagement

Heute hatten wir einen Vor-Ort-Termin mit Frank Weber von Dr. Siekmann + Partner mbH und Hubertus Beutler (Hubertus Beutler GmbH). Herr Weber hat seine Berechnungen zu den Abflussbahnen und Abflussmengen vorgestellt, auf deren Basis wir dann im Gelände potentielle Standorte für Teiche diskutiert haben bzw. wie wir die verschiedenen Anforderungen an das Projekt (Hochwasserschutz, Tränkewasserverfügbarkeit, Grundwasserneubildung, Bewässerung, Wirtschaftlichkeit (Folgekosten) und Naturschutz) in Einklang bringen können. Die Ergebnisse werden jetzt ausgearbeitet. Detailliertere Infos folgen dann demnächst.

Umfrage zur Nutzung von Ökosystemdienstleistungen in der Landwirtschaftlichen Produktion

Wir vom IfaS sind auch Partner in einem EU-weiten Projekt namens Agromix. Ziel des Projekts ist es, unser Wissen über Agroforstsysteme zu verbessern, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Verankerung der Agrarökologie in die Politik zu fördern, um einen Wandel hin zu einer nachhaltigeren, stressresistenteren Landwirtschaft anzustoßen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Einbindung/Nutzung von Ökosystemdienstleistungen (Vorteile, die sich aus dem Ökosystem/der Natur ergeben). Mit dem Fragebogen wollen wir herausfinden, inwieweit Sie als Landwirte solche Vorteile schon nutzen. Der Fragebogen ist auf Englisch und besteht aus vier Seiten mit 20 Multiple-Choice-Fragen. Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Umfrage teilnehmen würden:

https://coventry.onlinesurveys.ac.uk/agromix-the-benefits-from-nature-are-you-using-them

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://agromixproject.eu/

UPDATE: Projekt EvA im Länderreport von Dlf Kultur

Update: Den Beitrag finden Sie zum Nachlesen oder Nachhören unter: Nachhaltige Landwirtschaft – Rinder unter Nussbäumen (deutschlandfunkkultur.de)

Um 13:05 Uhr wird ein Beitrag über EvA im Länderreport von Dlf Kultur gesendet. Hören Sie doch einmal rein: Dlf Kultur (deutschlandfunkkultur.de)

 
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